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Hüftgelenkstotalendoprothesen

Die Hüftgelenksarthrose ist eine degenerative Gelenkerkrankung, die durch die Abnutzung des Knorpelbelags des Hüftgelenks und somit dem Verlust der mechanischen Gleiteigenschaften gekennzeichnet ist. Dieser Verschleiß führt zu zunehmenden Leistenschmerzen, die anfänglich nur nach Belastung, im weiteren Krankheitsverlauf auch in Ruhe auftreten. Initial kann durch konservative Maßnahmen wie Medikamente, Spritzen oder spezifischen Übungsbehandlung therapiert werden. Ist jedoch ein Großteil des Knorpelbelages zerstört, kann eine schmerzfreie Funktion des Hüftgelenkes nur noch durch dessen Ersatz wieder hergestellt werden. Heute ist der Ersatz eines geschädigten Hüftgelenkes ein sehr häufig und erfolgreich durchgeführter Eingriff, der die Lebensqualität der Betroffenen wieder deutlich steigert. In Deutschland wurden 2014 ca. 219 000 Hüftgelenkendoprothesen implantiert (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2014). Standzeiten von 15-20 Jahren sind der aktuelle qualitative Anspruch.

Es gibt eine Vielzahl unterschiedlicher Prothesenmodelle, Verankerungsprinzipien (zementfrei/zementiert) und Oberflächendesigns. Bei den Implantaten existierten unterschiedliche Materialien, Prothesenbeschichtungen und Gleitpaarungen. Welche Prothese für den einzelnen Patienten am besten geeignet ist, wird den individuellen Bedürfnissen angepasst und in einer ausführlichen Voruntersuchung festgelegt. Wir beraten Sie gern.

Fast alle Primärimplantationen können über den sogenannten OCM-Zugang in einer minimalinvasiven Operationstechnik erfolgen. Dabei wird das künstliche Hüftgelenk über einen kleinen Zugang implantiert, bei dem in der Regel keine Muskeln durchtrennt werden müssen. Der Vorteil dieses weichteilschonenden Verfahrens liegt in einer schmerzarmen Rekonvaleszenz und schnellen Mobilisation des Patienten. Dr. Bröcker wendet diese Operationsmethode bereits seit 2004 an.